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DIE WURZELN FLANDERNS

Die Ausstellung UR möchte eine Spurensuche zu den Wurzeln Flanderns unternehmen. Dabei geht es um die Identität der Flamen und generell um das, was man bewusst oder unbewusst vermisst, wenn man emigriert; nämlich die Menschen des Heimatlandes. Ihre Normen und Gewohnheiten, ihr großen Träume und kleinen Eigenheiten und ihre Geschichte, die alle miteinander verbindet. „UR“ möchte erzählt in einer chronologisch aufgebauten Dramaturgie eine Geschichte über das, was Flamen so typisch macht. Früher, aber auch heute.

Mit einer kunsthistorischen Reise durch die flandrische Malerei werden Gemälde von Emile Claus, Léon De Smet, Valerius De Saedeleer, Gustave Van de Woestyne, Skulpturen von George Minnes sowie Werke von Spilliaerts, James Ensor und seine selbst komponierte Musik, Rik Wouters, Constant Permeke, Gustave De Smet, Hubert Malfait und Frits Van den Berghe gezeigt. Wie ein roter Faden zieht sich durch die Exponate die Gegenüberstellung von Land und Stadtleben, von der Notwendigkeit harter Arbeit und der tiefen Verbundenheit zur Natur. Die auf einer öffentlich-privaten Zusammenarbeit beruhende Ausstellung ist vor allem für flandrische Besucher ein Spiegel ihrer Geschichte und eine mögliche Beantwortung auf die Frage, was flandrische Identität ausmacht. Für andere Besucher behält die Ausstellung Kunstentdeckungen bereit, die einen Weg ins Caermerskloster in Gent eine Reise wert sind.

Zur Ausstellung erscheint ein gleichnamiger Katalog, der anhand von Essays, Gedichten und Betrachtungen den breiteren kulturellen Kontext der flämischen Belle Époque und des Interbellums behandelt. Dabei begeben sich auch heutige Künstler, Akademiker, Sammler und Meinungsmacher auf die Suche nach ihren „roots“.


UR – Die Wurzeln Flanderns
Caermerskloster, Gent, Belgien
Die Asstellung läuft bis zum 6. August 2017
www.oer.vlaanderen/en

Provinciaal Cultuurcentrum Caermersklooster
Lange Steenstraat (Patershol), 9000 Gent
Besucherinformationen +32 (0)9 269 29 10, oder per E-Mail an caermersklooster@oost-vlaanderen.be
Öffnungszeiten bis 6. August 2017 Di – So von 10.00 bis 18.00 Uhr, montags geschlossen

Abbildungen:
Gustave van de Woestyne, Gleichnis vom Sämann, 1908, Kollektion De Bode, SABAM BELGIUM 2017