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ANTON CORBIJN. THE LIVING AND THE DEAD

Vom 7. Juni bis zum 16. September 2018 widmet das Bucerius Kunst Forum dem niederländischen Fotografen Anton Corbijn (geb. 1955) eine umfangreiche Ausstellung. Anton Corbijn. The Living and the Dead zeigt die ikonischen Porträts von Musikern und Bands wie Joy Division, Depeche Mode, Tom Waits, U2 oder den Rolling Stones, die Corbijn bereits in den 1980er Jahren berühmt gemacht haben. Im Zentrum der Schau steht seine autobiografischste Serie: a.somebody. Für diese inszenierte sich Corbijn als verstorbene Musiker und fotografierte sich in der ländlichen Umgebung seines Geburtsorts Strijen. Die Musik dieser Idole, daru nter John Lennon, Jimi Hendrix oder Janis Joplin, war für den Künstler prägend. Sie half ihm, sich geistig von der einengenden Provinz und der Fixierung seines religiösen Elternhauses auf das Leben nach dem Tod zu befreien. „I wanted to be freer, and the music represented that for me”, so Corbijn.
Wie viele Fotografen hat Corbijn lange an der Schnittstelle zwischen freier und angewandter Fotografie gearbeitet. Und so untersucht die Ausstellung anhand seiner Porträts von Bands und
Musikern, seiner Musiker-Selbstporträts und der bisher noch nie gezeigten Cemeteries-Serie nicht nur Corbijns Auseinandersetzung mit „den Lebenden und den Toten“, sondern thematisiert zudem
eine selten gestellte Frage: Wann wird Fotografie Kunst?
Die Ausstellung ist der Beitrag des Bucerius Kunst Forums zur Triennale der Photographie Hamburg 2018.
Abbildung: Anton Corbijn (1955): Henry Rollins, El Mirage, 1994, Leihgabe des Künstlers, © Anton Corbijn, 2018