Peter Lindbergh: Untold Stories

In Lindberghs Bildern steht das Interesse am Menschen im Vordergrund. Mit seinen Werken ist es ihm gelungen, den unmittelbaren Kontext von Modefotografie und zeitgenössischer Kultur zu überschreiten und neu zu definieren. „Durch die Ausstellung ergab sich die Möglichkeit, ausführlicher über meine Fotos in einem anderen als dem Modekontext nachzudenken. Ziel der Präsentation ist es, die Fotos zu öffnen für andere Lesarten und Perspektiven.“, betonte Lindbergh im Gespräch. „Allerdings geht es mir nicht darum zu sagen, dass meine Bilder keine Modefotografie seien, denn das wäre auch falsch. Ich bestehe auf der Definition ‚Modefotografie‘, weil für mich dieser Begriff nicht bedeutet, dass man Mode abbilden muss – die Fotografie ist viel größer als die Mode selbst, sie ist Bestandteil der Gegenwartskultur.“

Ausstellungsansicht 1, Foto: Henning Rogge

Für den Hauptteil der Präsentation hat Lindbergh die aus seiner Perspektive essenziellsten Werke seines langjährigen OEuvres arrangiert und mit ihnen experimentiert. In der Hängung legt Lindbergh immer wieder neue Geschichten frei, bleibt aber gleichzeitig seiner Sprache treu. Emblematische sowie noch nie zuvor gezeigte Arbeiten werden paarweise oder in Gruppen gezeigt und ermöglichen neue Interpretationen. Die zuvor im Kunstpalast Düsseldorf gezigte Ausstellung its bis zum 1. Novmeber 2020 im Museum für Kunst & Gewerbe in Hamburg zu sehen.

Titelbild: Peter Lindbergh (1944–2019), Linda Evangelista, Michaela Bercu & Kirsten Owen, Pont-à-Mousson, 1988, © Peter Lindbergh (Courtesy Peter Lindbergh, Paris)

Weitere Informationen:

www.mkg-hamburg.de

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