»MŒBIUS« – SURREALE COMICWELTEN

Das Max Ernst Museum Brühl des LVR verlängert die in Deutschland bislang umfangreichste Ausstellung mit visionären Bildwelten des französischen Comiczeichners und Szenaristen Jean Giraud (1938–2012), der unter dem Namen »Mœbius« international bekannt geworden ist. Bis zum 29. März 2020 kann man nun noch die Ausstellung besuchen.

»EIN KÜNSTLER MUSS DIE SYSTEME NIEDERREISSEN, DIE DEN GEIST ZÄHMEN.« MŒBIUS

Mœbius erforschte die Sphären der Träume und der Science-Fiction und inspirierte zahlreiche Filme etwa von George Lucas, Ridley Scott oder Hayao Miyazaki. Bei Mœbius verschwimmen die Grenzen zwischen Comicstrip und bildender Kunst. In seinen Geschichten treffen utopische Architekturen und futuristische Megametropolen auf Wüstenlandschaften und schamanistische Reisen durch Raum und Zeit. Mit seiner immensen Imaginationskraft schuf er in präziser Strichführung surreale Welten im ständigen Fluss.

Die Ausstellung widmet sich Jean Girauds umfangreichem Schaffen. Sie versammelt rund 450 Arbeiten aus dessen zumeist unter der Signatur »Moebius« entstandenen Bildgeschichten und ordnet sie verschiedenen Themenbereichen zu (wie »Natur und Metamorphose«, »Der Traum vom Fliegen und Fallen«, »Die innere Wüste und ihre Darstellung«, »Wanderer zwischen den Welten« oder »Die Utopie des Wunderbaren«). Ausgehend von grundlegenden Ideen in seinen Notizbüchern (»Carnets«) über kolorierte Zeichnungen, szenisch gegliederte Comicfolgen, Skizzen, abstrakte Gemälde bis hin zu populären Druckgrafiken und Objekten wird das Spektrum seiner Zeichenkunst ausgebreitet.

Abbildung: „Arzak le rocher“ von Moebius, 1995, Gouache und Acryl auf Papier, © 2019 Moebius Production

maxernstmuseum.lvr.de/de

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